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Diatonic strings Duo

Was haben eine Violine und eine diatonische Harmonika gemein?

Das Album "Ragbag", bei welchem der Geiger "Rok Kleva Ivančič", der auch noch in der istrischen Band "Vruja" mitwirkt und "Manuel Šavron" auf der diatonischen Harmonika ihre Kräfte als "Diatonic Strings Duo" bündeln. Das Duo wurde im Jahre 2006 gegründet.

Die CD "Ragbag" ist ein Resultat zweier außergewöhnlicher, experimentierfreudiger Musiker, welche die Wege der traditionellen Melodik verließen und auf einer neuen JazzVariante wandeln. Ein ungewöhnliches, zugleich aber inspirierendes Album das durchaus ins Ohr geht. Eine gute halbe Stunde erstellten die Musiker ein faszinierendes musikalisches Mosaik, bestehend aus traditionellen Volksmelodien vom Norden bis zum Süden Europas. Ein Erbe schwedischer, bretonischer, mazedonischer und slowenischer Volkslieder.

Die Musik besteht aus deutlichen Jazz-Komponenten, inspiriert von Tradition, weist aber gleichzeitig den Weg zu Neuem und Aktuellem.
Attraktiv macht dieses ungewöhnliche Album der harmonische und meisterhafte Vortrag des "Diatonic Strings Duos". Man spürt, dass sich die beiden Musiker schon lange kennen und miteinander musizieren. Durch diese nahtlose und harmonische Beziehung ergibt sich, gerade wegen des Kontrastes zwischen Violine und diatonischem Akkordeon, ein einzigartiges Klangerlebnis.

Es erwartet Sie ein bunter Blumenstrauß aus Weltmusik, ethnischer Musik und Folklore mit Schwerpunkt Jazz. Die beiden Musiker lassen es aber auch sicherlich nicht an humorvollen Inspirationen und Improvisationen missen.

Durch den einzigartigen Dialog zwischen Violine und diatonischem Akkordeon, durch effektives Zerschlagen stereotyper Muster und durch freigeistiges Denken gelingt es den Musikern, dem Zuhörer eine unentdeckte Welt der Musik zu eröffnen.

Aleš Podbrežnik
Deutsche Übersetzung: Nico Pajank

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Solo

Der Weg, den die Steirische Harmonika in den letzten drei Jahrzehnten gezeichnet hat, geht ununterbrochen und beharrlich hinauf: die Entwicklung des Instruments, sein Repertoire und Schulwesen hat wesentlich den Blick auf die Steirische Harmonika verändert, den die breitere Hörerschaft bis damals hatte.
Die Steirische Harmonika bleibt noch heute immer anwesend am meisten auf dem Gebiet der Volksmusik. Die CD von Manuel Šavron wird aber vielleicht auch die eifrigen Skeptiker überzeugen, dass man auch anspruchsvolle Musikstücke durchspielen kann, die nicht in das traditionelle Repertoire der Polkas und Walzer gehören.

Auf Veranlassung für ein ganz neues Modell der Steirischen Harmonika, die von dem prof. Zoran Lupinc gegeben wurde, der ein Pionier der Steirischen Harmonika in unserem breiteren kulturellen Raum ist, und zum Dank der Handfertigkeit und Gehorsamkeit der Handwerker des Betriebs Beltuna aus Castelfidardo, hat vor ein paar Jahren ein ganz neues Modell der steirischen Harmonika das Tageslicht erblickt. Dieses ermöglicht eigentlich die Interpretation verschiedener musikalischen Gattungen.
Dazu tragen vor allem zwei wesentliche Neuheiten bei: die Anwesenheit mehrerer Register in beiden Manualen (hat also eine breitere timbrische Palette) und die Einführung eines besonderen Registers im Bass, der die Terzen bei der Harmonie der Akkorde ausmacht. Gerade diese technische Eigenschaft ermöglicht das Spielen in den Mol-Tonalitäten, während dasgleichzeitige Drücken mehrerer Knöpfe dem Interpret die Möglichkeit ungewöhnliche Akkorde bzw. Harmonien zusammenzusetzen gibt.

Die benachteiligte Steirische Harmonika zeigt sich jetzt in einer veredelten Weise, befreit von dem stereotypischen Titel »Volksinstrument«. Das beweist uns Manuel Šavron, der mit seinen frischen solistischen Aufnahmen meisterhaft von französischen Musetten bis Frosinis Variationen des Karneval in Venedig, von italienischer originellen Musik fürs Klavierakkordeon bis die Bearbeitungen der russischen und ungarischen Melodien übergeht; alles ohne die qualitätsvolle slowenische Volksmusik zu übersehen. Der junge istrische Akkordeonist begibt sich in verschiedene Welten (daher auch der Titel der CD Between Worlds). Er entfernt sich absichtlich von der Tradition mit dem neuen Instrument (daher der Untertitel A Diatonic Getaway). Zum ersten Mal steht uns im unseren Gebiet ein homogen zusammengesetztes Album zur Verfügung, auf dem die Steirische Harmonika solistisch mit verschiedenen Musikgattungen sich auseinandersetzt. Das weit ausgreifende Projekt und die hervorragenden Šavrons Interpretationen zeigen uns die Gültigkeit dieses originellen diskografischen Produktes, das den Zuhörer mit erlesenen aber gleichzeitig auch gefälligen Musikstücken in verschiedene Musiken großes Teiles Europas hinfährt.

Aleksi Jercog
Deutsche Übersetzung: Ingrid Peroša

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